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Ressort: Wirtschaft
Datum: 20.4.2016
Ort: Innsbruck

Aktuelle Studie der Tiroler Adlerrunde zum Wirtschaftsbund: Interne Kritik offenbart Notwendigkeit für Richtungswechsel

Die Tiroler Adlerrunde macht sich neuerlich für die Nominierung eines durchschlagkräftigen Kandidaten der auch was bewegen kann stark und lässt knapp vor den Wahlen mit einer aktuellen Umfrage zur Situation im Tiroler Wirtschaftsbund aufhorchen. Nur ein Drittel der Mitglieder zeigen sich in der vom Institut „market“ durchgeführten Befragung mit der Arbeit im Wirtschaftsbund zufrieden. Kritiker orten fehlende Durchsetzungskraft in Richtung Politik.

Präsident Herbert Empl und Ingeborg Freudenthaler, Sprecherin der Tiroler Adlerrunde, zeigen sich einig: „Uns geht es um eine starke, unabhängige dynamische Stimme für die Tiroler Wirtschaft, nicht um kurzsichtige Altersdebatten.“ Die Adlerrunde plädiere daher für eine Trennung der Funktionen von Wirtschaftskammerpräsident und Wirtschaftsbundobmann. Deshalb habe die Adlerrunde auch ursprünglich die Nominierung von Manfred Pletzer forciert, um eine neue Ära im Wirtschaftsbund einzuläuten, die auch Franz Hörl unterstützt hätte. "Der Weg für einen Richtungswechsel ist durch das neuerliche Antreten von Jürgen Bodenseer nicht frei geworden. In der aktuell sich abzeichnenden Abstimmung spricht sich die Adlerrunde daher für Franz Hörl aus", erklären Freudenthaler und Empl unisono.

Durchgeführt wurde die market-Studie im Auftrag der Tiroler Adlerrunde im Zeitraum von 6. bis 14. April, repräsentativ gewichtet wurden 180 Telefoninterviews mit Tiroler Unternehmern bzw. Unternehmerinnen, die Mitglied im Tiroler Wirtschaftsbund sind.

Unzufriedenheit der Mitglieder steigt

„Nur rund ein Drittel outet sich als in Summe zufrieden mit der Arbeit des Wirtschaftsbundes, knapp die Hälfte artikuliert einen gewissen Unmut, vermehrt im Oberland, das generell ambivalent auftritt“, fasst Studienautor Stefan Anzinger eine zentrale Aussage zusammen. Mehr als jeder Fünfte gibt an, heute unzufriedener mit dem Wirtschaftsbund zu sein als vor einigen Jahren. Kritik dazu kommt vor allem aus den größeren Betrieben in Tirol bzw. aus dem Oberland und Innsbruck. Die Mitglieder kritisieren vor allem die fehlende Durchsetzungskraft in Richtung Politik. Jeder Zweite sieht in der herrschenden Bürokratie im Land eine Behinderung der betrieblichen Dynamik und Entwicklung – vor allem aus Sicht der größeren Unternehmen.

Hoher Bürokratieaufwand, mangelnde politische Durchsetzungskraft

Geortet wird auch ein hoher Bürokratieaufwand innerhalb des Wirtschaftsbundes bei gleichzeitig zurückhaltendem Wissen bzgl. der Ängste und Sorgen der Mitglieder. Rund ein Fünftel bis ein Viertel der Mitglieder geben zudem an, kaum ein Profil vom Wirtschaftsbund zu haben. Zurückhaltend fällt die direkte Kritik in Richtung Führung des Wirtschaftsbundes aus, mit 46% fällt die Forderung nach personeller Umbesetzung im Tiroler Oberland am stärksten aus. Mit 80% ist eine durchwegs hohe Verbleibswahrscheinlichkeit im Wirtschaftsbund zu erkennen – auch unter den weniger zufriedenen Mitgliedern. „Die zurückhaltende Grundstimmung schlägt sich damit noch nicht auf das Mitgliedsverhalten nieder“, so die Interpretation von Anzinger. Knapp 15% der Mitglieder haben derzeit monatlich mit dem Wirtschaftsbund Kontakt, knapp die Hälfte seltener als einmal im Jahr bzw. haben nie Kontakt. In dieser Gruppe vorrangig sind kleinere Unternehmen mit bis zu 9 Mitarbeitern.

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Rückfrage-Hinweis:

Tiroler Adler Runde
c/o Ingeborg Freudenthaler
Schießstand 8
a-6401 Inzing

t: +43 5238 53045
f: +43 5238 53046 4

office@freudenthaler.at

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Die Adlerrunde präsentiert eine aktuelle Studie zum Wirtschaftsbund.

Foto: Tiroler Adlerrunde (Abdruck honorarfrei)

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