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Ressort: Vinzenzgemeinschaft
Datum: 01.6.2016
Ort: Innsbruck

Vinzenzgemeinschaften Tirol präsentieren Entwicklungsbilanz

Die 71 Tiroler Vinzenzgemeinschaften mit mehr als 700 Mitgliedern leisten alljährlich wertvolle Dienste am Nächsten – nun legen die Verantwortlichen ihre Entwicklungsbilanz vor: So haben die Gemeinschaften im Jahre 2015 rund 600.000 Euro an hilfebedürftige Menschen ausgeschüttet. Der „VINZIBus“ hat seit seinem Bestehen rund 4000 Ausfahrten unternommen und 200.000 Personen verköstigt. Auch das Projekt „VINZIHilfe“ (Kleinschuldnerberatung) wird gerne angenommen und zeigt eine akute Notwendigkeit auf: 2015 betrug die Steigerung der Hilfesuchenden im Vergleich zum Vorjahr 30 Prozent.

„Unsere Aufgabe ist es nicht zu urteilen. Unsere Aufgabe ist es zu helfen.“ Dieses Motto heftet sich die Vinzenzgemeinschaft nicht nur auf die Fahnen, sondern lebt es auch. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter kümmern sich um Mitmenschen in seelischer oder materieller Not, unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem Religionsbekenntnis. Dass diese Arbeit tagtäglich von zahlreichen Menschen dringend benötigt wird, zeigen die aktuellen Zahlen, die nun von den Tiroler Vinzenzgemeinschaften präsentiert wurden.

Entwicklungsbilanz 2005 - 2015

Haben die damals 50 Vinzenzgemeinschaften im Jahr 2005 rund 300.000 Euro an hilfebedürftige Menschen ausgeschüttet, so waren es 2015 600.000 Euro durch mittlerweile 71 Gemeinschaften. Mit dem VINZIBus, der 2014 sein 10jähriges Jubiläum feierte, wurden seit seinem Bestehen rund 4000 Ausfahrten unternommen und 200.000 Personen verköstigt. Rund 60 MitarbeiterInnen stellen einen durchgängigen Betrieb sicher.

„Diese Zahlen belegen, dass unsere Arbeit dringend benötigt wird – wir versuchen tagtäglich mit unserer Unterstützung diejenigen zu erreichen, die es am meisten brauchen“, erklärt Christoph Wötzer, Präsident der Tiroler Vinzenzgemeinschaft. „Mittlerweile zählen wir 71 Vinzenzgemeinschaften – die sich um Menschen in Not kümmern. Ein Meilenstein war sicherlich die Gründung der 67. Vinzenzgemeinschaft in Schönberg im Jahre 2015, die seither eine flächendeckende Versorgung im Stubaital sicherstellt.“

Akute Notwendigkeit des Projektes „VINZIHilfe“ (Kleinschuldnerberatung/begleitung)

„Auch das Projekt VINZIHilfe ist dringend notwendig“, stellt Karoline Senn, Vizepräsidentin und Obfrau VINZIHilfe fest. „VINZIHilfe‘“ wurde im Jahre 2006 als Unterstützung für Menschen, die in die Schuldenfalle getappt sind, gegründet. Die Beratung von Kleinschuldnern, die in Notsituationen geraten sind, umfasst das Projekt ebenso, wie die Abwicklung von Schuldenregulierungsverfahren.

Die Art der Schulden sind zu 70 Prozent Mietrückstände, zu 20 Prozent Schulden bei Versandhäusern („Kauf auf Raten“) und zu 10 Prozent Sonstiges (Handys, Bürgschaften). Grund für die Verschuldung ist zu 50 Prozent mangelhafte Wirtschaftsführung, zu 30 Prozent die Fehleinschätzung der Betroffenen zur Dringlichkeit der Lage und zu 20 Prozent die Änderung der Einkommenssituation (Arbeitslosigkeit/Ausfall der Alimente u.a.). 2015 betrug die Steigerung der Hilfesuchenden im Vergleich zum Vorjahr 30 Prozent, das bedeutet, die MitarbeiterInnen haben sich um 40 Personen in der Schuldenfalle gekümmert.

Die Öffentliche Hand hat, laut Senn, ihre Pflicht erkannt, jenen Personen, die von Wohnungsverlust bedroht sind, eine Beratung und Unterstützung zukommen zu lassen, um den Verbleib in ihrem Zuhause längerfristig zu sichern. Die seit Jahresbeginn 2016 beim Verein für Obdachlose angesiedelte Beratungsstelle zur Delogierungsprävention wird als erste und zentrale Anlaufstelle gemeinsam mit den Betroffenen Lösungsstrategien erarbeiten, eine nachhaltige Finanzplanung erstellen und den KlientInnen bei Verhandlungen mit VermieterInnen und der Hausverwaltung zur Seite stehen.

Kooperation mit Vereinen

Einen Teil seines Einsatzes leistet die Vinzenzgemeinschaft in Kooperation mit anderen Vereinen und bietet damit finanzschwachen Menschen und Familien Möglichkeiten von kostenlosen Urlauben und Freizeitaktivitäten im Inland, kostenlosen kulturellen Veranstaltungen und Freizeitgestaltung für alte Menschen. Gerade die Linderung der zunehmenden Einsamkeit ist für die Vinzengemeinschaften Dauerauftrag.

Regionalisierungsförderung der Tiroler Vinzenzgemeinschaften

In Innsbruck wirken 26 Vinzenzgemeinschaften, darunter auch Projekte wie der VINZIBus oder die VINZIHerberge. Die restlichen Vinzenzgemeinschaften sind in Pfarren bzw. Seelsorgsräumen in den Regionen verankert. Einmal im Quartal gibt es ein Mitarbeitertreffen in Innsbruck, weiter entfernten Gemeinschaften ist eine Teilnahme oft nicht möglich. „Wir planen eine Regionalisierung – der Informations- und Erfahrungsaustausch sollte auch in den Regionen möglich werden und ist auch in den anderen Regionen geplant“, erklärt Wötzer. Zudem erhofft sich der Zentralrat als Dachverband der Vinzenzgemeinschaften in Tirol Impulse und Anregungen für Neugründungen.

„Wir haben festgestellt, dass Ehrenamt nur dann gut funktioniert, wenn es organisiert und auf Dauer eingerichtet ist – diese Voraussetzungen erfüllen die Vinzenzgemeinschaften mit dem Vorteil, dass ihre Mitglieder und HelferInnen umfassend Unfall- Haftpflicht- und Rechtsschutz versichert sind. Damit nehmen wir ihnen die Last der Haftung bei Schäden an Personen und Sachen“, so Wötzer.

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Rückfrage-Hinweis:

Vinzenzgemeinschaften Tirol
c/o Dr. Christoph Wötzer
Lohbachsiedlung B23b
a-6020 Innsbruck

m: +43 650 2873170

www.vinzenzgemeinschaften-tirol.at
c.woetzer@tirol.gv.at

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Christoph Wötzer (Präsident der Tiroler Vinzenzgemeinschaft) und Karoline Senn (Vizepräsidentin und Obfrau VINZIHilfe) präsentierten die Entwicklungsbilanz der Vinzenzgemeinschaften Tirol .

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Christoph Wötzer (Präsident der Tiroler Vinzenzgemeinschaft) und Karoline Senn (Vizepräsidentin und Obfrau VINZIHilfe)

Foto: Vinzenzgemeinschaften Tirol (Abdruck honorarfrei)

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