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Ressort: Kultur, Politik, Wirtschaft
Datum: 09.6.2016
Ort: Bad Aussee

Kunst, Politik und Wirtschaft diskutieren im Ausseerland

Der dritte Medienmittelpunkt.Ausseerland startete am Donnerstagabend mit zwei hochkarätigen Diskussionsrunden rund um das Thema Macht. Welche Macht hat Kunst, wie viel Macht hat Wirtschaft? Diese Fragen erörterten Prominente wie Hubert von Goisern, Schauspielerin Julia Stemberger und ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz im Kurhaus von Bad Aussee. Noch bis Samstag wird das Ausseerland Bühne für spannende Diskussionen und Gesprächsrunden rund um das Thema Macht sein.

Mehr als 100 Gäste drängten sich am Donnerstagabend im Kurhaus von Bad Aussee, um einen Platz bei den Diskussionsrunden des dritten Medienmittelpunkt.Ausseerland zu ergattern. Den Auftakt bildete das Podium zum Thema „Wieviel Macht hat Kunst?“ unter der Leitung von Moderatorin Heidi Glück. Mit ihr diskutierten Schauspielerin Julia Stemberger, Regisseur Julian Pölsler, die Intendantin der Grazer Oper Nora Schmid sowie der Musiker Hubert von Goisern. Stemberger definiert ihre Rolle als Künstlerin politisch: „Ich sehe meine Aufgabe auch darin, Menschen zu bewegen oder in Bewegung zu halten.“ Für Hubert von Goisern ist sein Metier höher anzusiedeln, als die banale Frage nach Macht: „Kunst ist viel größer als Religion und Politik, weil sie viel freier ist. Ich bin froh, als Künstler in der Rolle zu sein, der machen kann, was er will.“ Die Opern-Direktorin Schmid sprach über die Rolle von Kunst, kritisch zu sein, obwohl man am Fördertropf des staatlichen Subventionsgebers hängt: „Ja, wir sind hoch subventioniert. Aber wir gehen auf die Menschen zu, um ihnen Kunst nahezubringen.“ Regisseur Pölsler brach an dieser Stelle eine Lanze für die heimische Filmförderung, die hochwertige Kinoproduktionen überhaupt erst möglich mache: „Schande, wem Schande gebührt und Ehre, wem Ehre gebührt. Und in diesem Fall gebührt den Verantwortlichen wahrlich Lob.“

Die Macht der Wirtschaft

Im Anschluss bat Handelsblatt-Korrespondent Hans-Peter Siebenhaar, der auch Präsident des Verbands der Auslandspresse in Wien ist, hochrangige Vertreter der Medien und Wirtschaft auf die Bühne. In dieser Runde ging man mit dem Lob für die Politik sparsamer um. So sprach der CEO der Oberbank, Franz Gasselsberger, augenzwinkernd von einer „Diktatur der Beamtenschaft“, die er für eine überbordende Bürokratie verantwortlich macht. Denn darunter leide man momentan in der Wirtschaft. Günter Thumser, Präsident Henkel Europa, pflichtete dem bei: „Mir fallen viele Länder ein, in Mittel- und Zentraleuropa, in denen die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft viel besser sind als hier in Österreich.“ Das sei auch der Grund für die verhaltenen Zukunftsinvestitionen seitens der Wirtschaft.

Die Vizepräsidentin der österreichischen Wirtschaftskammer, Martha Schultz, sieht die unternehmerische Macht als etwas Positives: „Als vierte Generation eines Familienunternehmens wächst man mit Verantwortung und Macht auf. Mein Bruder und ich haben die Mitarbeiterzahl in der Firma verdoppelt und die Leute bleiben durchschnittlich 17 Jahre bei uns. Ich sehe unsere Macht daher nicht im negativen Sinn, sondern vielmehr im positiven gestalterischen Sinn, der letztlich der Landflucht entgegenwirkt.“ Macht sei für sie Kraft, und man müsse der Wirtschaft die Möglichkeit zugestehen, diese Kraft beizubehalten. Einen besonders spannenden Zugang zum Thema legte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz dar. Er sieht die Allmacht seines Medienunternehmens, das in Österreich Marktführer in sämtlichen Mediensparten ist, als „phantastische Chance zur Weiterentwicklung unseres Landes“. Zum Thema Macht und Verantwortung verwies Wrabetz auf den Internetriesen Google, der mittlerweile in Österreich die meisten Werbegelder abschöpfe, obwohl er hierzulande kaum Mitarbeiter beschäftige und so gut wie keine Steuern bezahle.

Zum Abschluss lieferte Henkel-Chef ein optimistisches Statement. Er erhoffe sich einen Brückenschlag zwischen Politik und Wirtschaft. Denn es brauche nun eine Perspektive für die Zukunft, um das Land wieder ganz nach vorne zu bringen. Letztlich seien dafür auch die Medien gefragt, deren Aufgabe es sei, für eine positive Grundstimmung zu sorgen.

Stipendienprogramm und Medienakademie

In diesem Jahr findet ein von Dr. Doris Dialer koordiniertes Stipendienprogramm unter der Schirmherrschaft des Europäischen Parlaments statt, bei dem Kommunikationswissenschaftlern sowie angehende Journalisten von renommierten europäischen Universitäten und Fachhochschulen die Möglichkeit erhalten unter der fachkundigen Leitung von nzz.at Chefredakteur Michael Fleischhacker in einer Medienakademie wichtige Praxiserfahrungen unter Echtzeitbedingungen zu sammeln und dabei Interviews, Kommentare und Berichte zu verfassen, welche die Diskussion sowohl off- als auch online bereichern. Finanziert wird das Stipendienprogramm von der Fraktion der Grünen im Europäischen Parlament sowie vom Presseclub Concordia.

Weitere Informationen:

Der Medien.Mittelpunkt.Ausseerland ist ein junges Diskussionsformat, bei dem sich hochkarätige Vertreter aus Politik, Medien, Wirtschaft und Kultur treffen, um aktuelle gesellschaftspolitische Fragen zu diskutieren. Inhaltlich zeichnen der Verband der Auslandspresse in Österreich, der Presseclub Concordia, Heidi Glück - spirit & support sowie die pro.media kommunikation für die Veranstaltung verantwortlich. Die Veranstaltung wird getragen vom Tourismusverband Ausseerland – Salzkammergut.

 

 

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Rückfrage-Hinweis:

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Schauspielerin Julia Stemberger, die Intendantin der Grazer Oper Nora Schmid und Unternehmerin Martha Schultz eröffneten den 3. Medien.Mittelpunkt.Ausseerland.

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Musiker Hubert von Goisern und Bürgermeister Franz Frosch bei der Eröffnung des Medien.Mittelpunkts.

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"Wieviel Macht hat Kunst?" fragten sich Julian Pölsler, Julia Stemberger, Moderatorin Heidi Glück, Nora Schmid und Hubert von Goisern.

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Alexander Wrabetz, Günter Thumser, Moderator Hans-Peter Siebenhaar, Martha Schultz und Franz Gasselsberger.

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Der Präsident der Auslandspresse in Wien, Hans-Peter Siebenhaar, eröffnete den Medien.Mittelpunkt.

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