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Ressort: Events, Finanzwesen, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Mediengipfel
Datum: 02.12.2016
Ort: Lech am Arlberg

Europäischer Mediengipfel Lech: Diskussionen um Risiken und Chancen der digitalen Kommunikation

Die erste Hälfte des Freitags stand beim 10. europäischen Mediengipfel in Lech ganz im Fokus der digitalen Kommunikation. Wie geht man am besten mit Hetze im Netz um? Wie navigieren wir im „exponentiellen“ Zeitalter? Auf diese und andere Fragen haben Experten Antworten gesucht.

Am Podium zum Thema „Erregungswelten und Skandalisierung. Umgang mit Hetze im Netz“ haben Katja Rost, Professorin für Soziologie, der stellvertretende Chefredakteur ORF Armin Wolf, Markus Peichl, selbständiger TV-Produzent und Medienunternehmer sowie die freie Autorin und Filmemacherin Barbara Kaufmann ihre persönlichen Erfahrungen im Umgang mit Hetze geteilt, die bis hin zu angedrohten Vergewaltigungen reichen. Ohne solche Androhungen zu verharmlosen, sprach die Soziologin Katja Rost die Tatsache an, dass Öffentlichkeit eng mit Kritik verwoben sei. Gelobt werde man selten, kritisieren sei halt einfacher. Ihr persönlicher Lösungsansatz ist Abwendung: Sie selbst ist auf sozialen Netzwerken nicht präsent.

Rechtliche Fragen

Armin Wolf thematisierte den rechtlichen Umgang mit Hetze im Netz. Er forderte, dass Plattformen wie Facebook wie Medien behandelt werden – und folglich auch dem Medienrecht unterstehen müssen: „Ich will nicht, dass jemand verfolgt wird, weil er schreibt ‚Armin du Arschloch’. Aber wenn jemand droht eine Frau zu vergewaltigen, muss die Justiz eingreifen.“ Auch Peichl betonte, dass aus strafrechtlicher Sicht in solchen Fällen Regeln erforderlich sind. „Hass und Verunglimpfung hat es immer schon gegeben. Der Unterschied ist, dass er sich heute in einer anderen Weise ausbreitet und viele Menschen damit konfrontiert sind, die nicht die Macht haben sich dagegen zu wehren.“ Er sieht die Lösung allerdings nicht darin, die sozialen Netzwerke zu ignorieren.

Digitale Revolution

Der CEO von Telekom Austria, Alejandro Plater, warf in seinem Vortrag einen Blick in die (post-)digitale Zukunft. Er umriss das Konzept einer digitalen Ökonomie. Der Manager geht davon aus, dass Computersysteme in Zukunft noch mehr Aufgaben von Menschen übernehmen werden. Es sei notwendig, dass wir uns diesen Veränderungen bewusst würden und uns darauf vorbereiteten, sagte er. Plater versuchte in seinem Vortrag auch die positive Seite der zunehmenden Vernetzung aufzuzeigen. Er sprach von vielen Chancen, gerade auch im Journalismus. Es fände eine Revolution der Kommunikation statt – und darin müsse sich der Journalismus neu positionieren.

 

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LIVE-TICKER zum 10. Europäischen Mediengipfel unter http://mediengipfel.mohomedia.net/live/mediengipfel16

Weitere Infos unter http://www.mediengipfel.at/de/index.php

Über den Mediengipfel

Seit dem Gründungsjahr 2007 bildet der Europäische Mediengipfel in Lech am Arlberg einen außergewöhnlichen Rahmen für Diskussionen, in denen ungefilterte Einblicke und fundierte Ausblicke in die anhaltend turbulente Welt der Medien, die europäische Politik und die wirtschaftlichen wie gesellschaftspolitischen Zusammenhänge der europäischen Lebensrealität geboten werden. Der unter der Schirmherrschaft des österreichischen Außenministeriums stehende Europäische Mediengipfel – von der Kommunikationsagentur pro.media kommunikation initiiert und seither federführend mit Lech Zürs Tourismus GmbH und dem Verband der Auslandspresse in Wien organisiert – wird von der Gemeinde Lech und dem Land Vorarlberg, dem Europäischen Parlament, dem Presseclub Concordia und der Tagezeitung „Der Standard“ sowie von der D. Swarovski Tourism Services Gmbh, der Telekom Austria Group und Mercedes Benz unterstützt. Weitere Partner sind die Standortagentur Tirol sowie die Tirol Werbung. Als Medienpartner der Veranstaltung fungieren Der Standard, Neue Zürcher Zeitung, nzz.at,  APA – Austria Presse Agentur, Handelsblatt, Tiroler Tagezeitung sowie Vorarlberger Nachrichten. Unter der Schirmherrschaft des Europäischen Parlaments (EVP) findet ein Stipendienprogramm für 15 Studierende statt. Weiters ermöglicht eine internationale Medienakademie 15 NachwuchsjournalistInnen Praxiserfahrung unter Echtzeitbedingungen. Die Medienakademie wird unterstützt vom Europäischen Parlament, dem Forum für Journalismus und Medien Wien, APA – Austria Presseagentur sowie der Moser Holding und Russ Media.

*Die Aussendungen zum Europäischen Mediengipfel 2016 werden im Rahmen der Medienakademie unter der Leitung des Schweizer Medienexperten Markus Spillmann erstellt.

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Rückfrage-Hinweis:

Lech Zürs Tourismus GmbH
Nicole Trinker
Dorf 2
a-6764 Lech am Arlberg

t: +43 5583 2161 224
f: +43 5583 3155

www.lech-zuers.at
nicole.trinker@lech-zuers.at

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Diskutierten zum Thema „Erregungswelten und Skandalisierung. Umgang mit Hetze im Netz.“ (v.l.): Barbara Kaufmann (freie Autorin und Filmemacherin), Armin Wolf (stv. Chefredakteur ORF), Moderation Astrid Zimmermann (Presseclub Concordia), Markus Peichl (Selbstständiger TV-Produzent und Medienunternehmer), Katja Rost (Professorin für Soziologie an der Universität Zürich).

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(v.l.): Barbara Kaufmann (freie Autorin und Filmemacherin), Armin Wolf (stv. Chefredakteur ORF) und Moderation Astrid Zimmermann (Presseclub Concordia)

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Alejandro Plater (CEO & COO Telekom Austria) sprach zum Thema „Navigating the Exponential Age“.

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(v.l.): Barbara Kaufmann (freie Autorin und Filmemacherin), Armin Wolf (stv. Chefredakteur ORF), Moderation Astrid Zimmermann (Presseclub Concordia), Markus Peichl (Selbstständiger TV-Produzent und Medienunternehmer), Katja Rost (Professorin für Soziologie an der Universität Zürich).

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Das traditionelle Europäische Medienforum widmet sich heuer dem Thema „Erregungswellen und Skandalisierungen. Umgang mit Hetze im Netz“.

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