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Ressort: Kultur, Tourismus, Region Hall-Wattens, Geschichte
Datum: 31.1.2014
Ort: Hall in Tirol

Die Unterlagen sind eingereicht: Hall in Tirol auf dem Weg zum UNESCO-Weltkulturerbe

Hall in Tirol ist mit der Münzstätte als Geburtsort des Talers und der größten erhaltenen Altstadt Westösterreichs eine der bedeutendsten kultur- und wirtschaftshistorischen Städte Tirols. Jetzt setzt Hall in Tirol einen weiteren Schritt, um das Bewusstsein dafür in ganz Europa bzw. international zu stärken: Die Münzstadt bewirbt sich um die Auszeichnung als UNESCO-Weltkulturerbe. Am 31. Jänner werden die Unterlagen in Paris eingereicht. Über ein Jahr lang wird der Prüfungsprozess dauern – aber Hall in Tirol ist gut vorbereitet: Schon längst ist das gesamte Ensemble der Altstadt unter Schutz gestellt, und ein Masterplan stellt sicher, dass die historische Altstadt ein vitaler Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsraum ist und auch zukünftig bleiben wird.

Im Zentrum: Münze & Altstadt

In die Welterbeliste werden nur Stätten aufgenommen, die nach Meinung des Welterbekomitees herausragende universelle Bedeutung aus historischen, künstlerischen oder wissenschaftlichen Gründen haben: Diese Voraussetzungen erfüllt Hall in Tirol mit einer der ersten historisch belegten „Industrien“ voll und ganz. Für die Münzindustrie setzte Hall Meilensteine: Im 15. Jahrhundert wurde mit dem „Guldiner“, die sogenannte „Taler-Währung“ erfunden, die nicht nur den wirtschaftlichen Austausch über Landesgrenzen ermöglichte, sondern auch Namenspatron für den Dollar war. Aber auch die erste funktionierende industrielle Münzprägung, die Walzenprägung, wurde in Hall in Tirol entwickelt. Diese Technologie verbreitete sich in ganz  Europa, einem größeren Verbreitungsgebiet als die heutige Euro-Zone, und galt für einen Zeitraum von über 180 Jahre als „state of the art“. Als Weltkulturerbe vorgeschlagen wird die Münze Hall in Verbindung mit der Haller Altstadt: Hier wurde ein geschlossenes Altstadtensemble nicht nur erhalten, sondern wurde und wird zum vitalen Lebens- und Wirtschaftsraum weiterentwickelt.

Internationale Anerkennung

„Die Aufnahme in die Welterbe-Liste würde für Hall in Tirol eine hohe internationale Auszeichnung und Anerkennung der historischen Bedeutung der Stadt und seiner Münzstätte darstellen“, so Landeskonservator DI Werner Jud, der das Projekt begleitet. Den Haller Bürgern selbst ist die positive Weiterentwicklung der Stadt ein großes Anliegen – das bestätigen auch die Vorschläge und Ideen, die im Rahmen der Partizipation im Herbst 2013 erhoben wurden: „Die Bewerbung als Weltkulturerbe ist ein wichtiger Mosaikstein im Rahmen dieser Weiterentwicklung – weil mit der möglichen Auszeichnung einerseits das bisher geleistete gewürdigt wird, andererseits ein Auftrag für die Zukunft erteilt wird: Für die Bewerbung muss nämlich ein  „Masterplan“ beigelegt werden, denn nur wenn auch eine entsprechende Entwicklungsperspektive für die Zukunft vorliegt, verleiht die UNESCO die Auszeichnung“, ergänzt Dr. Eva Maria Posch (Bürgermeisterin Hall in Tirol).

Dieser „Masterplan“ liegt in Hall bereits vor – es sind dies die Maßnahmen aus dem Stadtentwicklungsprogramm „Realisierungsprogramm Stadtentwicklung 2028“, die mit den Ergebnissen der vor kurzem durchgeführten Partizipation ergänzt werden,“ so Posch weiter.

Bereits der Bewerbungsprozess ist ein Gewinn für Hall in Tirol: Das Bewusstsein für die kulturelle und historische Bedeutung der Stadt im europäischen und internationalen Kontext wird nicht nur regional, sondern in ganz Tirol bzw. Österreich gestärkt. Alle Anstrengungen, die bisher unternommen wurden, um die Stadt zum vitalen Lebens-und Wirtschaftsraum zu machen, werden gewürdigt.

Neue touristische Alleinstellung

Eine mögliche Auszeichnung sorgt natürlich langfristig für positive touristische bzw. wirtschaftliche Effekte: Anders als in Venedig oder Salzburg, die als große Stadtdenkmäler ausgezeichnet wurden, würde Hall in Tirol primär eine sehr spezielle Zielgruppe – Numismatiker und Techniker – ansprechen. In Folge bringt die Auszeichnung natürlich weitere internationale Aufmerksamkeit. Der Werbewert ist unbezahlbar, und stellt die ganze Region in den Mittelpunkt touristischen Interesses.

Der Zeitplan

Der Zeitplan für eine mögliche Aufnahme orientiert sich am Zeitplan der UNESCO:
Einreichung bis spätestens: 31. Jänner 2014
Prüfung auf Vollständigkeit: 1. Feber – 1. März 2014
Evaluierung (inkl. aller Info, Prüfungen etc.): März 2014 – April 2015
Finale Entscheidung: Juli 2015

Hintergrund-Informationen  zur UNESCO und zum UNESCO-Weltkulturerbe

„UNESCO- Weltkulturerbe“ ist ein Titel, den die UNESCO (= die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur) verleiht. Einzigartigkeit, Authentizität und Integrität – und das mit Weltbedeutung – so lauten die Voraussetzungen, um Aufnahme in die Welterbe-Liste zu finden.  

Insgesamt umfasst die aktuelle UNESCO-Liste des Welterbes 981 Denkmäler in 160 Ländern (Stand Juni 2013). Davon sind 759 als Kulturdenkmäler und 193 als Naturdenkmäler, für die die gleichen Voraussetzungen gelten, gelistet. Weitere 29 Denkmäler zählen sowohl zum Kultur- als auch zum Naturerbe geführt.

In Österreich gibt es derzeit 9 Weltkultur- und Weltnaturerbe-Stätten:

- Das historische Zentrum der Stadt Salzburg
- Schloss und Gärten von Schönbrunn
- Die Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein / Salzkammergut
- Die Semmering Eisenbahn
- Stadt Graz – Historisches Zentrum und Schloss Eggenberg
- Die Kulturlandschaft Wachau
- Das historische Zentrum von Wien
- Die Kulturlandschaft Fertö-Neusiedler See, gemeinsam mit Ungarn
- Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen, gemeinsam mit Deutschland, Frankreich, Italien, Slowenien und der Schweiz

 Weitere Informationen zu Hall in Tirol: www.hall-in-tirol.at

Weitere Informationen zum UNESCO Welterbe www.unesco.at/kultur/oe_welterbe.htm

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DI Werner Jud, Bürgermeisterin Dr. Eva Maria Posch und Dr. Bruno Maldoner vor der Walzenprägemaschine.

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Freuen sich über die Bewerbung zum Weltkulturerbe (v.l.): DI Werner Jud, Bürgermeisterin Dr. Eva Maria Posch und Dr. Bruno Maldoner.

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(v.l.): DI Werner Jud, Bürgermeisterin Dr. Eva Maria Posch und Dr. Bruno Maldoner.

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Die Stadt Hall in Tirol mit der Münzstätte als Geburtsort des Talers und der größten erhaltenen Altstadt Westösterreichs bewirbt sich um die Auszeichnung als UNESCO-Weltkulturerbe.

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Die Doppeltalerwalze, eine Vorder- und Rückseitenwalze, zeigt am Münzbild Erzherzog Ferdinand II. Mit einem Walzenpaar konnten bis zu rund 20 Tonnen Silber geprägt werden. Die Mechanik des Walzenpaares ist in die Walzenprägemaschine eingearbeitet. Stempelschneider: Peter Hartenbeck, Leihgabe: Kunsthistorisches Museum Wien

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Die voll funktionsfähige Rekonstruktion der Walzenprägemaschine wurde von Werner Nuding nach 10 Jarhen Forschung und ca. 4.000 Arbietsstunden im Jahr 2003 fertig gestellt.

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Wahrzeichen der Stadt - der Münzturm in Hall in Tirol.

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In Hall in Tirol wurde ein geschlossenes Altstadtensemble nicht nur erhalten, sondern wurde und wird zum vitalen Lebens- und Wirtschaftsraum weiterentwickelt.

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