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Ressort: Gesundheit, Wissenschaft, Haus St. Josef, Soziales
Datum: 22.5.2014
Ort: Innsbruck

Haus St. Josef am Inn setzt mit „Sinnesgarten“ neue Maßstäbe für Menschen mit Demenzerkrankungen

Aufgrund der steigenden Anzahl an Demenzerkrankungen reagiert das Innsbrucker Senioren- und Pflegeheim Haus St. Josef am Inn mit einem außergewöhnlichen Projekt: Der neue „Sinnesgarten“ soll speziell bei demenzerkrankten Personen vertraute Erfahrungen aus der Vergangenheit wieder zum Leben erwecken und Erinnerungen daran wach halten. Mit dem Projekt unterstreicht die renommierte Einrichtung ihren therapeutischen Anspruch und sorgt für innovativen Nachschub im modernen Pflegebereich.

Das Haus St. Josef am Inn ist dafür bekannt, neue Maßstäbe zu setzen, was neue Wege in der Pflege und Betreuung von Senioren betrifft. Bereits wiederholt wurde die Einrichtung mit dem Innovationspreis der österreichischen Altenpflege ausgezeichnet. „Mit dem neuen ‚Sinnesgarten‘, der für unsere Bewohner frei zugänglich ist, schaffen wir einen Ort speziell für demenzkranke Menschen. Der 200 Quadratmeter große ‚Sinnesgarten‘ spricht – wie der Name schon verrät - alle Sinne an und kann dabei helfen, Erinnerungen und Erfahrungen von Betroffenen wieder hervorzulocken“, so Christian Juranek, Leiter des Haus St. Josef am Inn. „Die Bedeutung von Demenzerkrankungen heute und in naher Zukunft nimmt zu – mit diesem innovativen Projekt versuchen wir uns auf diese Situation optimal einzustellen und dieser Entwicklung gerecht zu werden.“

Ein Garten für sinnliche Erlebnisse

Der „Sinnesgarten“ bietet Raum für intensive Erlebnisse zum Riechen, Schmecken, Hören, Tasten und Sehen. „Stellen Sie sich vor, Sie spazieren durch einen Garten in scheinbar unbelassener Natur. Alles rund herum blüht und gedeiht, die Pflanzen zeigen sich in ihrer schönsten Farbenpracht. Irgendwo plätschert das Wasser eines Brunnens, alles duftet nach frischen Kräutern und Sommerblumen. Genau solche Momente wollen wir unseren Hausbewohnern mit dem ‚Sinnesgarten‘ bieten“, zeigt sich Juranek vom Projekt überzeugt. „Beruhigende Klangkörper, Greiftröge mit verschiedenen Naturelementen und Möglichkeiten zum Naschen runden solch intensive Erlebnisse ab. Egal ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter – die Natur bietet zu jeder Jahreszeit ein breites Angebot zum Erleben und zum aktiven Mitmachen.“

Positive Beeinflussung des Krankheitsverlaufs

Der Garten bietet die Möglichkeit, krankheitsbedingte Unruhen demenzkranker Menschen durch Bewegung auszuleben. Stimulierende Sinneseindrücke unterstützen hierbei das Gehirn zu trainieren und können den Krankheitsverlauf  der Demenz positiv beeinflussen. „Für Personen mit einer Demenzerkrankung ist besonders ein geordneter Lebensraum sehr wichtig, ansonsten fühlen sie sich schnell desorientiert. Für eine klare räumliche Orientierung im Garten sorgen deshalb feststehende Möbel und Gegenstände“, erklärt der Leiter des Senioren- und Pflegeheimes. 

Demenzerkrankungen als „Volkskrankheit“ der Zukunft

Mit dem Anstieg der Lebenserwartung steigt auch das Risiko an Demenz zu erkranken. „Unter dem Begriff Demenz wird dabei eine Vielzahl an Degenerationserscheinungen zusammengefasst - die am häufigsten auftretende Form stellt die Alzheimer-Krankheit dar“, weiß Christoph Hain, stv. Pflegedienstleiter des Haus St. Josef und akademischer Pflegelehrer am AZW (Ausbildungszentrum-West), mit der die Einrichtung zusammenarbeitet. „Circa 100.000 Menschen in Österreich sind derzeit an Demenz erkrankt. Aufgrund der Tatsache, dass die Anzahl der älteren Menschen von Jahr zu Jahr zunimmt, kann mit einer Verdreifachung dieser Zahl bis zum Jahr 2050 gerechnet werden.“

Doch nicht nur bei den Betroffenen selbst, sondern auch bei den Angehörigen und beim Pflegepersonal nimmt das Thema Demenz einen besonderen Stellenwert ein. „Ein Großteil der Pflegebedürftigen wird oft von Angehörigen privat betreut – dies wird sich in Zukunft auf Grund von unterschiedlichsten Familienstrukturen und mangelnder Vereinbarkeit mit einer Erwerbstätigkeit ändern“, so Hain. „Mehr und mehr pflegebedürftige Menschen werden in den nächsten Jahren eine Betreuung in dafür ausgerichteten Einrichtungen suchen. Mit innovativen und nicht alltäglichen Projekten im Pflegebereich sind wir für die Zukunft bestens gewappnet.“

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Rückfrage-Hinweis:

Haus St. Josef am Inn
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a-6020 Innsbruck

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(v.l.n.r.) Christoph Hain MHPE, Pflegedienstleiter Stv. und akademischer Pflegelehrer am AZW, Agnes Pucher, Pflegedienstleiterin Haus St. Josef am Inn und Dr. Christian Juranek, GF Haus St. Josef am Inn.

Foto: Haus St. Josef am Inn (Abdruck honorarfrei)

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(v.l.n.r.) Dr. Christian Juranek, GF Haus St. Josef am Inn, Agnes Pucher, Pflegedienstleiterin Haus St. Josef am Inn und Christoph Hain MHPE, Pflegedienstleiter Stv. und akademischer Pflegelehrer am AZW.

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Dr. Christian Juranek sorgt mit dem "Sinnesgarten" für innovativen Nachschub im Pflegebereich.

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(v.l.n.r.) Dr. Christian Juranek, GF Haus St. Josef am Inn, Agnes Pucher, Pflegedienstleiterin Haus St. Josef am Inn und Christoph Hain MHPE, Pflegedienstleiter Stv. und akademischer Pflegelehrer am AZW.

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Der Garten mit therapeutischem Anspruch soll speziell bei demenzkranken Menschen vertraute Erfahrungen aus der Vergangenheit wieder zum Leben erwecken und Erinnerungen daran wach halten.

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