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Ressort: Chronik, Politik, Society
Datum: 30.6.2014
Ort: Innsbruck

Eva Lichtenberger verlässt nach 25 Jahren die politische Bühne

Nach 25 erfolgreichen Jahren zieht sich die Europaabgeordnete und Fraktionssprecherin der Grünen, Eva Lichtenberger, aus der Politik zurück, um sich künftig neuen Aufgaben zu widmen. Aus diesem Anlass lud die Tirolerin unter dem Motto „Politics is not for Sissies“ am Freitag, den 27. Juni 2014, zu einem Fest in den Innsbrucker Planötzenhof. Gemeinsam mit zahlreichen Wegbegleitern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft feierte Lichtenberger das vergangene Viertel-Jahrhundert. Rund 100 Gäste aus dem In- und Ausland gaben der Politikerin dabei die Ehre und lobten besonders ihren unermüdlichen Einsatz für das „Projekt Europa“.

Fünf Jahre Landtagsabgeordnete, fünf Jahre Landesrätin, fünf Jahre Nationalratsabgeordnete und zehn Jahre Europaparlamentarierin: Eva Lichtenberger blickt auf eine erfolgreiche Politikkarriere zurück. In Zukunft wird sich das „Grüne Urgestein“ der europäischen Politikszene neuen Herausforderungen stellen. Nach zwei Amtsperioden im Europäischen Parlament in Brüssel möchte Lichtenberger ihren Lebensmittelpunkt wieder nach Tirol verlagern.

Am Freitagabend bedankte sich die Spitzenpolitikerin mit einem Fest im Innsbrucker Planötzenhof bei all ihren Wegbegleitern und Freunden. „In den vergangenen 25 Jahren durfte ich als Politikerin an positiven Lösungen für Österreich und Europa mitarbeiten. Ich lernte hochinteressante Menschen kennen, wie den Dalai Lama, und durfte mit ihnen gemeinsam in Richtung mehr Demokratie gehen – dafür möchte ich mich bei allen bedanken“, so Lichtenberger in ihrer Rede im Rahmen der Feierlichkeiten. „Politische Ämter zu übernehmen geht immer auch mit viel Verantwortung einher, die man nicht auf die leichte Schulter nehmen darf. Politik zu betreiben, egal ob auf Landes-, Bundes-, oder auf europäischer Ebene, ist kein ‚Zuckerschlecken‘ – das Motto des heutigen Abends ‚Politics is not for Sissies‘ soll dies verdeutlichen.“

Zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland

Rund 100 politische Wegbegleiter, Freunde und Familienmitglieder aus dem In- und Ausland ließen es sich nicht nehmen, Lichtenberger an diesem Abend hochleben zu lassen. Michael Cramer, Europaabgeordneter und Verkehrsexperte der Grünen Fraktion, schwärmte beim Fest im Innsbrucker Planötzenhof besonders von der guten Zusammenarbeit: „Eva Lichtenberger hat das Profil der Grünen in Europa stark mitgeprägt – besonders in der Verkehrspolitik haben wir in den letzten zehn Jahren gemeinsam viel erreicht. Ich bedauere es außerordentlich, dass Eva die politische Bühne nun verlässt.“ Auch Kerstin Born-Sirkel vom Centre for European Policy Studies (CEPS), dem erfahrensten Think Tank der Europäischen Union, streute Lichtenberger Rosen: „Eva Lichtenberger hat sich trotz ihres vollen Terminkalenders Zeit genommen, sich bei uns im europäischen Think Tank einzubringen und dabei über das Hier und Jetzt ein Stück hinauszudenken.“ Rebecca Harms, Vorsitzende der Europäischen Grünen Fraktion im Europäischen Parlament, verbindet mit Eva Lichtenberger eine große politische Freundschaft: „Eva hat begonnene Projekte nie aufgegeben – ich schätze ihr unermüdliches Stehvermögen und ihre Zuverlässigkeit.“

Neben Wegbegleitern aus Brüssel erwiesen der Europaparlamentarierin auch zahlreiche Vertreter der Bundes- und Landespolitik ihre Aufwartung. „Als Nachfolgerin auf Landesebene profitiere ich sehr von den Spuren, die Eva Lichtenberger als Landesrätin hinterlassen hat – auf ihrem Fundament kann ich wunderbar aufbauen“, so Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe (Grüne). „Ich schätze besonders ihre inhaltliche Kompetenz und ihr großes Engagement. Für die Zukunft wünsche ich ihr alles erdenklich Gute.“ Auch Nationalrat Georg Willi (Grüne) lobte die Arbeit der Tiroler Powerfrau: „Ich habe Eva als eine kämpferische und visionäre Person kennen gelernt, die weiß was sie will und sich vor nichts schreckt. Eva Lichtenberger war eine Bahnbrecherin für grüne Anliegen in Österreich.“ 

Große Pläne für die Zukunft

Ihr Abschied von der großen politischen Bühne sei jedoch kein endgültiger, wie  Lichtenberger verriet. Die ehrgeizige Tirolerin wird sich nämlich keinesfalls ganz aus ihren politischen Tätigkeiten zurückziehen, sondern im Hintergrund weiter aktiv bleiben. Im Centre for European Policy Studies (CEPS) wird sie künftig ihre Expertise einbringen und das Projekt Europa weiterdenken. Dabei geht es derzeit darum, die „Banking Supervision“, also die Aufsicht über die Banken, zu verstärken. Zudem will Lichtenberger weiterhin ihrer Partei mit Rat und Tat zur Verfügung stehen: „In Zukunft möchte ich meine langjährige Erfahrung in verschiedene Projekte einbringen. Unter anderem werde ich mit den Österreichischen Grünen und den Alpenfreundinnen die Zukunft der Alpenkonvention und ihre Umsetzung weiter verfolgen.“

 

Rückblick auf eine erfolgreiche Karriere

Nach Ihrem Studium der Psychologie und Politikwissenschaft an der Universität Innsbruck begann sich Eva Lichtenberger, die zuvor als Volks- und Hauptschullehrerin sowie im Bereich der Erwachsenenbildung gearbeitet hatte, ab Mitte der 1980er Jahre in der Grünbewegung zu engagieren. Bereits 1989 bestritt Lichtenberger den Tiroler Landtagswahlkampf als Spitzenkandidatin der Grünen und zog in den Landtag ein.

Im Jahre 1994 wurde die Tirolerin als erste Grüne Landesrätin für Umweltschutz in Österreich angelobt. Von 1999 bis 2004 war Lichtenberger im Nationalrat tätig, unter anderem als Mitglied des Verkehrsausschusses, des Hauptausschusses und des Ausschusses für Landesverteidigung. Außerdem hatte sie das Amt der Sprecherin der Grünen für Verkehr und Tourismus inne.

Eva Lichtenberger wurde im Jahre 2004 als Abgeordnete der Grünen in das Europäische Parlament gewählt und Mitglied des Ausschusses für Verkehr und Fremdenverkehr sowie stellvertretendes Mitglied des Rechtsausschusses. In diesen Ausschüssen war sie für die Legislaturperiode 2009 bis 2014 Sprecherin der Grünen Fraktion. Von 2006 bis zum Jahre 2011 war Lichtenberger stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Europäischen Grünen/EFA. Ihre Schwerpunkte setzte die Tirolerin im Bereich der nachhaltigen Mobilität und dem Klima- sowie dem Tierschutz. Außerdem setzte sich Eva Lichtenberger für die Entwicklung von Menschen- und Minderheitenrechten in China ein.

 

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Frauenpower: Rebecca Harms (Vorsitzende der Europäischen Grünen Fraktion im Europäischen Parlament, re.) und Kerstin Born-Sirkel (CEPS, Director of Corporate and External Relations, li.) ließen Eva Lichtenberger (Mitte) bei den Feierlichkeiten im Innsbrucker Gasthaus Planötzenhof hochleben.

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Große Überraschung: Familie und Freunde beschenkten Eva Lichtenberger im Rahmen einer lustigen Sketcheinlage mit einem e-Bike.

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Eva Lichtenberger bedankte sich im Innsbrucker Planötzenhof bei politischen Wegbegleitern, Familie und Freunden.

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Parteifreunde wie Abgeordneter zum Nationalrat Georg Willi (li.) und Landesrätin Christine Baur (re.) erwiesen Eva Lichtenberger (Mitte) ihre Aufwartung.

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(v.l.n.r.) Rebecca Harms (Vorsitzende der Europäischen Grünen Fraktion im Europäischen Parlament), Eva Lichtenberger und Michael Cramer (Europaabgeordneter und Verkehrsexperte der Grünen Fraktion) in der Veranda des Gasthauses Planötzenhof.

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