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Ressort: Chronik, Freizeit, Reise, Tourismus, Tirol Werbung
Datum: 29.5.2015
Ort: Buchensteinwand Pillerseetal

Pilgerwandern in den Alpen: 10 Jahre Jakobsweg Tirol und SalzburgerLand

Seit nunmehr zehn Jahren führt der bekannte Jakobsweg zahlreiche Pilger auch durch Tirol und das SalzburgerLand. Zum Jubiläum fand beim Jakobskreuz auf der Buchensteinwand im Pillerseetal ein Pressegespräch statt, bei dem es um Zukunftsaussichten und Neuerungen ging: So werden in Tirol die Strecke und Beschilderung verbessert, außerdem gibt es eine neue Webseite.

Zahlreiche Kapellen und Kirchen, die dem Heiligen Jakob geweiht sind und in denen auch wertvolle Zeichnungen des Heiligen und mittelalterlicher Pilger zu bewundern sind, beweisen, dass Tirol schon im Mittelalter ein wichtiger Teilabschnitt des Jakobsweges war. Dem Tiroler Peter Lindenthal ist es zu verdanken, dass der Jakobsweg in unseren Breiten Mitte der 1990er Jahre wieder eine breitere Aufmerksamkeit bekam. Die am Pilgerwandern interessierte Gruppe wurde größer und das Potenzial zur Reaktivierung von langen Wander- und Pilgerstrecken wurde erkannt.

2003 wurde die Reaktivierung des historischen Jakobsweges durch Tirol, Salzburg und Südtirol institutionalisiert und mittels eines EU-Förderprojektes in die Tat umgesetzt. Neben vielen privaten Engagements waren das Land Tirol, die Tirol Werbung, das Tourismuspastoral der Erzdiözese Salzburg, die Jakobsgemeinschaft Tirol, die Diözese Innsbruck und zahlreiche Tourismusverbände und Gemeinden, aber auch Unterkünfte entlang des Weges an diesem EU-Förderprojekt (INTERREG) beteiligt. Nach intensiven Monaten der Planung und Herstellung der Infrastruktur wurde der Weg im Mai 2005 mit einer Pilgerwanderung und kleinen Festlichkeit eröffnet. Den Kern bildeten ein durchgängig beschilderter Weg, angeführte Pilgerherbergen, Ortseingangstafeln, Marketing, eine Broschüre und eine Webseite mit den wichtigsten Funktionen.

Der Jakobsweg Tirol heute
Seither erfreut sich der Jakobsweg Tirol zunehmender Beliebtheit, die Zahl an Pilgerwanderern nimmt stetig zu. Neben dem spirituellen Erlebnis und der Möglichkeit, sich auf sich selbst zu besinnen, schätzen Pilgerwanderer die Form des naturnahen Wanderns. So wundert es auch nicht, dass man am Tiroler Teilstück des Jakobsweges das Pilgern in seiner reinsten Form erleben kann. Abseits der großen Pilgerströme laden die Natur, Berggipfel und Themenwege entlang der Strecke zum Verweilen, Staunen und Besinnen ein. Vier Strecken führen heute entlang des Jakobsweges durch Tirol: Die Wege aus Salzburg bzw. Rosenheim kommend vereinigen sich in Angerberg kurz nach Wörgl, in Innsbruck stoßen die Pilger aus Osttirol dazu. Von München aus wählt so mancher Pilger den Weg über Mittenwald, wo er auf den Tiroler Hauptweg in Silz gelangt.

Auch für das Tourismussystem ist der Jakobsweg von großer Bedeutung, ist das Pilgerwandern doch zugleich eine Form des Weitwanderns, das Gäste nach Tirol bringt. Beherbergungsbetriebe sowie Ausflugsziele entlang des Weges, wie etwa das 2014 eröffnete Jakobskreuz auf der Buchensteinwand im Pillerseetal, profitieren von Pilgerwanderern. So setzt das Jakobskreuz etwa ein Zeichen des Friedens und ist ein christliches Symbol, „Kraftplatz“ sowie Ausflugsziel zugleich.

Qualitätsoptimierung und internationale Vernetzung in der Zukunft
Für die Zukunft des Jakobsweges steht die weitere Qualitätsoptimierung an vorderster Stelle. So wird in den kommenden Wochen und Monaten die Beschilderung schrittweise erneuert, Wegverläufe werden harmonisiert und es wurde die Webseite www.jakobsweg-tirol.net neu gestaltet und aufbereitet. Ein wichtiger Punkt ist zudem die weitere internationale Vernetzung, da Pilger nicht an Landesgrenzen Halt machen und der Strom vor allem aus dem Norden und Osten des Landes kontinuierlich zunimmt.

Ausführliche Informationen zum Jakobsweg Tirol, den genauen Streckenverlauf sowie GPS-Daten zum Download: www.tirol.at/a-jakobsweg und www.jakobsweg-tirol.net.

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Rückfrage-Hinweis:

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Informierten über 10 Jahre Jakobsweg Tirol und SalzburgerLand: hinten v.l.: Hermann Signitzer (Tourismuspastoral), Leo Bauernberger (GF SalzburgerLand Tourismus), Stefan Niedermoser (Regionalmanagement, Projektbetreuung Jakobsweg), Leonhard Niedermoser (Bürgermeister St. Jakob in Haus), Josef Margreiter (GF Tirol Werbung), Michael Max (Pfarrer und Präsident der Europäischen Priestervereinigung); sitzend v.l.: Florian Phleps (TVB Pillerseetal), Anton Wintersteller (Pilger und Projektbegleiter), Toni Wurzrainer (Jakobskreuz)

Foto: Regio-Tech (Abdruck honorarfrei)

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Das Jakobskreuz auf der Buchensteinwand im Pillerseetal ist das größte Gipfelkreuz der Welt und kann während einer Pilgerwanderung auf dem Tiroler Teil des Jakobsweges besucht werden. Es setzt ein Zeichen des Friedens und ist ein christliches Symbol, „Kraftplatz“ sowie Ausflugsziel zugleich.

Foto: BB Pillersee (Abdruck honorarfrei)

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